|
Wasser ist, besonders in Afrika, ein kostbares Gut. In der kargen Savannenlandschaft Gambias kann man in der Regenzeit (Mai - September) Reis, Hirse, Mais und Erdnüsse anbauen. Danach trocknet der Boden aus und alles wird dürr und trocken. So wurde 1996 ein grosser, umzäunter Dorfgarten mit tiefen Brunnen angelegt. Jede Frau des Dorfes bekam ein Stück Land, auf dem sie für sich und ihre Familien Gemüse und Früchte anbauen kann. Wenn man das Land 2x täglich bewässert, ist die Ernte recht gut. Dazu wird in Eimern das Wasser an Stricken aus dem Brunnen gezogen und auf dem Kopf zu den Beeten getragen. Es ist keine leichte Arbeit, doch die Frauen sind stolz, wenn sie und ihre Familien frisches Obst und Gemüse haben oder sogar noch etwas auf dem Markt verkaufen können. Danach wurde ein Brunnen neben der Schule angelegt, der eine Handpumpe bekam. So konnte auch ein Schulgarten angelegt werden, den die Kinder pflegen lernen und ein Garten neben der Klinik. An diesen Brunnen konnte 2003 ein Mann aus Kanada ein Windrad anschliessen, welches Wasser in eine grosse Zisterne pumpt, sodass Schule und Klinik an eine Wasserleitung angeschlossen werden konnten. Die Handpumpe kann weiterhin gleichzeitig für für die Gärten genutzt werden.
|